David Foster Wallace


The End of the Tour. Der besonnene Film über David Foster Wallace

Filmkritik

Die Anliegen der romantischen Künstlernovelle sind ja im Laufe der vergangenen Jahre zu einem gewissen Teil im oscarträchtigen Filmformat des Biopic aufgegangen. Verkommen, möchte man fast sagen, wenn man sich populäre Vertreter des Genres wie Ray oder Walk the Line näher anschaut, deren Struktur bis zur Verwechslung ähnlich das biedere Lied vom gebeutelten Genie aufspielt, ohne sich abseits von hagiographischer Überhöhung um die Frage nach der Kunstfertigkeit Einzelner zu kümmern. Da wirken ob ihrer Vereinzelung und geringen Strahlkraft selbst wichtige Ausnahmen, etwa der Bob Dylan-Impressionismus in I’m not There, kaum salbend.

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