Sebastian Huber


# letsbinge. Zur Fresshaltung in Orange is the New Black.

Serienkritik

Die letzten Kalorien des verdauten Weihnachtsbratens sitzen noch fest eingenistet links unter dem Bauchnabel und sträuben sich, wieder von dannen zu gehen. Die Weihnachtszeit ist digestiv noch so nah, da wird man ja wohl noch mit einem religiösen, ja christlichen Amuse Bouche anfangen dürfen? In einer berühmten Szene aus David Finchers Se7en frisst sich ein eh schon viel zu dicklicher Mann wortwörtlich zu Tode. Jeder kennt die Szene, auch diejenigen, die wie ich zu viel Schiss haben, den kompletten Film zu schauen (Gott sei Dank, ist ,Schiss‘ keine der sieben Todsünden). Vor allem in und nach der Weihnachtszeit fühlt man noch mehr Empathie mit dem armen Mann und empfindet den qualvoll deliziösen Tod, den er erleidet, am 24., 25., 26. und vielleicht sogar an den darauffolgenden Tagen allzu realistisch nach.

(more…)